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Deutsche Meisterschaft der Leistungsklasse in Erfurt
Geschrieben von: Christiane Georg   
 
Nervenkitzel bis zum Schluss
 
Dieses Jahr strapazierten unsere Athleten auf der Deutschen Meisterschaft der Leistungsklasse (16. und 17. März, in Erfurt) die Nerven und Stimmen von Olav sowie der mitgereisten Eltern bis an ihre Leistungsgrenze! Doch jede heisere Stimme, jeder blaugedrückter Daumen und jeder Herzstillstand waren es wert, denn es wurde eine der erfolgreichsten Meisterschaften der vergangenen Jahre, insbesondere im Kumite-Bereich.
 
Bereits Samstag konnten die ersten Erfolge verbucht werden. In der Kategorie Kata-Einzel Damen vertraten Denise Schwarzer unser Bundesland und unseren Verein.
Für Denise war es die erste DM in der Leistungsklasse und man konnte gespannt sein, wie sich die mehrfache Vize-Meisterin im Jugendbereich und Drittplatzierte der letzten Junioren-DM auf dieser neuen Bühne schlagen würde.
Souverän ließ sie ihre erste Gegenerin, Kerstin Merkert, hinter sich und konnte in die zweite Runde einziehen. Dort traf sie auf Sophie Wachter, Mitglied des Nationalkaders, der sie denkbar knapp mit 2:3 Kampfrichterstimmen unterlag. Leider scheiterte diese in den folgenden Runden, sodass Denise der Weg durch die Trostrunden verwehrt blieb.
 
 
Allerdings sollte dies nicht alles sein, denn die Kumite-Kämpfe entwickelten sich zum Höhepunkt dieses Tages. Denise Schwarzer und Sarah Grabert mussten zwar bereits nach der ersten Runde aufgeben und konnten auch nicht in der Trostrunde ihr Glück versuchen, doch unsere Jungs: Apti Daudov und Benjamin Kerber beherrschten an diesem Tag die Matte. Apti musste es, zum Leitwesen von Olavs Nervenkostüms und dem der Anderen, mal wieder besonders spannend machen. Denn nachdem er die ersten beiden Runden problemlos überstand, verhinderte er in der dritten Begegnung sein eigenes Ausscheiden in der sprichwörtlich letzten Sekunde mit einem Ippon. Dadurch wachgerüttelt, dominierte er in den folgenden Kämpfen seine Kontrahenten und sicherte sich seinen Finalplatz.
 
Wie zuvor Denise, musste sich auch Benni dieses Jahr zum ersten Mal in der Leistungsklasse beweisen. Dies gelang ihm eindrucksvoll in seinem ersten Kampf. Obwohl er auch in der folgenden Begegnung seinen Kontrahenten immens unter Druck setzen konnte, reichte es letztlich nicht, um sich gegen den erfahrenen Athleten durchsetzen zu können. Auf eine mögliche Trostrunde verzichtete Benni, in Folge von zwei harten Treffern im Gesicht, freiwillig.
 
Damit richtete sich alle Aufmerksamkeit auf unseren Finalteilnehmer, der am Abend im Rampenlicht stand.
Apti sah sich einem altbekannten Gegner, Ricardo Giegler,  im Finale der Klasse -67kg gegenüber. Da sich beide bereits gut aus früheren Kämpfen kannten, belauerten und pushten sich gegenseitig in der Hoffnung, die eine Lücke bzw. Chance zu finden. Apti war der Erste, der diese nutzen konnte und führte dadurch lange Zeit. Allerdings wurden ihm Unaufmerksamkeiten kurz vor Schluss zum Verhängnis und er verließ als Vizemeister die Matte.
 
 
 
Glückwunsch Apti!!!
 
Samstag wurden die Teamwettbewerbe ausgetragen.
Nach vielen Jahren wurde unser Bundesland erstmals wieder durch ein weibliches Kata-Team in der Leistungsklasse vertreten. Unser Team, mit Melina Droste, Denise Schwarzer und Christiane Georg, stellten sich nach einer langen, verletzungsbedingten Pause und kurzer Vorbereitungszeit dieser Aufgabe. Sie konnten mit „Gojoshiho Dai“ in der ersten Runde überzeugen und traten im Halbfinale gegen das Team aus Frankfurt an. Trotz einer hervorragenden „Gojoshiho Sho“ mussten sie sich dem national und international erprobten deutschen Vizemeister geschlagen geben.
Im Kampf um Platz drei, zeigten die drei „Gangaku“, eine äußerst niveauvolle und starke Finalkata, die besonders im Team keine Fehler verzeiht. Leider ging die Rechnung diesmal nicht auf und nach Unsicherheiten in der Kata sowie dem Bunkai, mussten sie sich mit Platz 5. begnügen.
 
 
 
Doch viel Zeit für Trübsal blieb nicht, denn es galt das Kumite-Team der Herren mit allem zu unterstützen, was die Stimmbänder hergaben.
Unsere Jungs waren eine interessante Mischung aus erfahrenen Kämpfern der Leistungsklasse, wie Apti, und frisch aus dem Juniorenbereich Aufgestiegenen, wie Benni. Dieser Mix brachte das Team unter den lauten Anfeuerungsrufen der Eltern und Teamkameraden Runde für Runde bis ins Halbfinale. Auf ihrem Weg ließen die Jungs in spannenden und punktereichen Kämpfen Teams aus Hamburg und Bremen hinter sich. Nicht einmal das verletzungsbedingte Ausscheiden von Stephan Rewohl (Budo-Akademie-Halle) konnte sie verunsichern. Erst im Halbfinale fanden sie im späteren Sieger aus Baden-Württemberg ihren Meister.
Im folgenden „Kleinen Finale“ mobilisierten sie noch einmal alle Reserven und in nur drei Kämpfen holten sie sich souverän den dritten Platz.
 
 
 
Toll gemacht Jungs und danke für die schönen Kämpfe!!!
 
Mit einer Bilanz von zwei 2.Plätzen und einem 3., 5. sowie 7.Platz, wobei der KDVZ an drei von diesen Platzierungen aktiv beteiligt war, konnte sich der KVSA auf Platz 9. der Rangliste einordnen und über ein gelungenes Wettkampfwochende freuen. An dieser Stelle gilt unser Dank unseren Eltern und Trainern, Olav, Tilo und Max, für eine hervorragende Vorbereitung und eine lautstarke Unterstützung während des Turniers.